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Künstliche Mineralfasern und Asbest in Dämmplatten aus Mineralwolle

Als praktisches Dämmmaterial sind sie aus dem modernen Bauwesen nicht mehr wegzudenken. In Form von gepressten Platten oder als lose Wolle wird Mineralwolle in vielen Immobilien als Schall-, Kälte- oder Brandisolation eingesetzt. Zur Mineralwollen zählen aus verschiedenen Ausgangsstoffen  hergestellte Produkte wie Stein-, Basalt-, Schlacken- oder Glaswolle. Doch Besitzer von älteren Gebäuden sollten bei der Sanierung vorsichtig sein: Mineralwollen bestehen aus künstlichen Mineralfasern (KMF), die, abhängig vom Herstellungsdatum, in bestimmten Fällen stark krebserregend sein können.
Als gesundheitsgefährdend gelten nur sogenannte "alte Mineralwollen" die lungengängige WHO-Fasern enthalten, einen Kanzerogenitäts-Index (KI) < 40 aufweisen und deren Unbedenklichkeit nicht durch Biopersitenz-Tests bestätigt wurden, wie sie seit Juni 2000 vorgeschrieben sind. Weitere Infos dazu finden Sie auf unserer Seite zur Mineralwolle.

In wenigen Fällen können bestimmte Arten von älterer Mineralwolle, die vor dem Asbestverbot von 1993 hergestellt wurden, auch einen geringen Asbestanteil enthalten. Mit einer Materialanalyse von CRB können sowohl Asbestfasern als auch gefährliche WHO-Fasern im Dämmstoff festgestellt werden. Eine kleine Probe per Post genügt und in wenigen Tagen erhalten Sie ein gerichtsfestes Testergebnis. 

Unsere Leistungen für Sie

 

Kosten für den Asbest-Test von Dämmplatten

 

Untersuchung als Materialprobe gem. Richtlinie VDI 3866, Bl. 5 für 62,00 € netto (73,78 € brutto)

Asbest-Test von Dämmplatten

Häufig gestellte Fragen rund um Asbest in Dämmwolle

Was wird bei der Analyse von CRB geprüft?

Bei einer Analyse von CRB wird geprüft, ob alte Mineralwoll-Produkte oder solche ohne bekanntes Herstellungsdatum frei von krebszeugenden WHO-Fasern und somit unbedenklich sind. Solche Materialien kommen z.B. in Form von Dichtschnüren vor. Die Analyse gibt aber keinen Aufschluss darauf, ob es sich um "Alte"  Mineralwolle handelt oder um "Neue Mineralwolle". Die Klassifizierung "Neue Mineralwolle" gilt für Produkte die nach Juni 2000 hergestellt und damit immer für die Gesundheit unbedenklich eingestuft werden. Es gibt aber auch Mineralwolle, die vor diesem Datum hergestellt wurde und unbedenklich ist. Bei der Analyse von CRB  wird der Kanzerogenitätsindex (KI) bestimmt. Hat der KI einen Wert > 40 (unter 40), gelten dieses Produkte als nicht krebserzeugend gem. TRGS 905. Solche Fasern wurden in einer Übergangszeit zwischen 1996 und 2000 hergestellt. Auch neue Mineralwolle enthält in der Regel lungengängige WHO-Fasern oder kann einen Kanzerogenitätsindex KI < 40 aufweisen, ist aber trotzdem unbedenklich. Darüber hinaus kann die Analyse auch Asbest-Fasern im Material erkennen. 

Was ist Dämmwolle beziehungsweise Mineralwolle?

Mineralwolle ist ein Baumaterial aus groben, künstlich hergestellten Fasern aus verschiedenen Mineralien. Mit dem Überbegriff Mineralwolle werden Steinwolle, Glaswolle und Schlackenwolle zusammengefasst. Der Baustoff wird als Dämmung in Form von loser Wolle, Rollenbahnen oder starren Platten eingesetzt. In Privathaushalten wird Mineralwolle häufig als Wärmeschutz auf dem Dachboden verbaut. In der Industrie dient es auch als Schall- und Feuerschutz. Seit Juni 2000 hergestellte Produkte werden als „neue Mineralwolle“ bezeichnet und gelten als unbedenklich. Vor 2000 hergestellte Mineralwolle kann unter Umständen krebserregend sein.

Mit Wärmedämmung aus künstlichen Mineralfasern (KMF) wurden in vielen Gebäuden Rohre gegen Hitze isoliert. | © 2019, CRB Analyse Service GmbH Mit Wärmedämmung aus künstlichen Mineralfasern (KMF) wurden in vielen Gebäuden Rohre gegen Hitze isoliert. | © 2019, CRB Analyse Service GmbH
Mineralwolle aus künstlichen Mineralfasern (KMF) als Wärme-Isolierung hinter Wand- und Deckenplatten | © 2019, CRB Analyse Service GmbH Mineralwolle aus künstlichen Mineralfasern (KMF) als Wärme-Isolierung hinter Wand- und Deckenplatten | © 2019, CRB Analyse Service GmbH
Gelbe Dämmwolle wird häufig auf Dachböden eingesetzt. Alte Produkte können gefährliche Künstliche Mineralfasern (KMF) enthalten | © 2019, CRB Analyse Service GmbH Gelbe Dämmwolle wird häufig auf Dachböden eingesetzt. Alte Produkte können gefährliche Künstliche Mineralfasern (KMF) enthalten | © 2019, CRB Analyse Service GmbH

Ist in Dämmwolle Asbest enthalten?

Dämmplatten aus Mineralwolle enthalten nur in seltenen Fällen Asbest. Bei in Privathaushalten genutzter Mineralwolle für den Decken- und Innenausbau ist ein Asbestanteil sehr unwahrscheinlich, kann jedoch nicht vollkommen ausgeschlossen werden. In der Industrie wurden dagegen im 20. Jahrhundert Deckenplatten, Akustikdämmplatten und sogenannte Odenwaldplatten als Feuer- und Schallschutz verbaut. Wurden diese Produkte vor dem allgemeinen Asbestverbot von 1993 hergestellt, können sie unter Umständen geringe Asbestanteile enthalten. Absolute Sicherheit kann aber nur eine Materialanalyse geben.

Warum sind Dämmplatten aus Mineralwolle gefährlich?

Mineralwolle besteht aus künstlichen Mineralfasern (KMF). Diese Fasern haben einen sehr kleinem Faserdurchmesser. Das gilt sowohl für Glaswolle als auch Steinwolle. Unterschreitet die Größe der Fasern eine gewisse Grenze, gelten sie als lungengängig: Beim Einatmen gelangen die Fasern sehr leicht und häufig unmerklich in die Lunge. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Fasern, die einen geringeren Durchmesser als 3 Mikrometer und länger als 5 Mikrometer sind, als karzinogen, also krebserregend ein. Dabei spielt auch eine Rolle, ob das Verhältnis von Durchmesser und Länge den Wert von 3:1 nicht unterschreitet. Krebserregende KMF werden deshalb auch als WHO-Fasern bezeichnet. Seit Juni 2000 dürfen nur noch Mineralfaserprodukte in Verkehr gebracht werden, deren Unbedenklichkeit durch unterschiedliche in-vivo-Bioverträglichkeitstest nach Richtlinie 97/69/EG oder Gefahrstoffverordnung/'Chemikalienverbotsbverordnung' nachgewiesen wurde. Diese Dämmstoffe werden im Sinne der TRGS 521 als 'neue Mineralwollen' bezeichnet.

Sind künstliche Mineralfasern so gefährlich wie Asbest?

Sowohl Asbestfasern als auch künstliche Mineralfasern (KMF) sind unter bestimmten Voraussetzungen krebserregend. Im Vergleich gilt Asbest aber als gefährlicher als KMF. Neben einer weit höheren Krebsgefahr kann Asbest auch die gefährliche Lungenkrankheit Asbestose auslösen. Asbest wird heutzutage grundsätzlich als gesundheitsgefährdend eingestuft. Künstliche Mineralfasern sind nur dann gesundheitsgefährdend, wenn es sich um alte Mineralwolle mit einem Herstellungsdatum vor Juni 2000 handelt. Moderne, „neue Mineralwolle“ kann zwar beim ungeschützten Umgang Haut- und Atemwegsreizungen auslösen, gilt aber hinsichtlich ihres krebeserzeugenden Potentails als unbedenklich.

Typische Wärmeisolierung mit Mineralwolle aus künstlichen Mineralfasern (KMF)  | © 2019, CRB Analyse Service GmbH

Bis wann wurde Asbest in Dämmungen verbaut?

Die Verwendung von Asbest in Industrie- und Baumaterialien wurde in Deutschland erst im Jahr 1993 verboten. Daher sollte bei Dächern und Häusern, die vor 1993 gebaut wurden, besonders darauf geachtet werden, ob möglicherweise Asbest in den Baumaterialien enthalten sein kann.

Kann ich Dämmmaterialien aus Mineralwolle selbst sanieren?

Bei der Arbeit mit Mineralwolle kommt es grundsätzlich zu Staubentwicklung. Deshalb gelten für Handwerker spezielle Schutzmaßnahmen laut der TRGS 500 (Technische Regel für Gefahrenstoffe). Dazu gehört das Tragen von geschlossener Arbeitskleidung, der Umgang mit Baustoffen, die erst am Arbeitsplatz ausgepackt werden sollen, und eine gesicherte gute Belüftung in den Arbeitsräumen. Der Staub muss in gesonderten Behältnissen gesammelt werden und nicht einfach nur mit Bauschutt oder Restmüll gelagert und entsorgt werden. Diese Regeln sollten auch von Heimwerkern eingehalten werden. Besteht die Mineralwolle aus WHO-Fasern, sollten weitere Schutzmaßnahmen zur Staubvermeidung getroffen werden. Das Tragen von Schutzmasken und das Absaugen des Staubs mit Industriestaubsaugern wird empfohlen. Laut TRGS müssen Mineralwolle-Produkte, bei denen nicht sicher ist, wann sie hergestellt wurden, grundsätzlich als 'Alte Mineralwolle' behandelt werden. 

Warum wurde Asbest in Dämmplatten verwendet?

Bevor man sich über die Gefahren von asbesthaltigen Stoffen bewusst war, war Asbest auch als „Wunderfaser“ bekannt, da es viele praktische Eigenschaften mit sich brachte: Das Mineral ist günstig, feuerfest und säurebeständig. Dank dieser Eigenschaften wurde Asbest in Dämmungen zum Brandschutz, in feuerfester Kleidung und in Isolierungen verbaut. Seit 1993 darf es in Deutschland nicht mehr in der Produktion eingesetzt werden. 

Bei der Renovierung des Dachbodens kommen Handwerker oft in Kontakt mit alter Mineralwolle aus KMF.  | © 2019, CRB Analyse Service GmbH

In welchen Produkten aus Mineralwolle kann Asbest enthalten sein?

In Dämmplatten aus Glaswolle oder Steinwolle kann in seltenen Fälle Asbest enthalten sein. Diese werden auch Akustikdämmplatten, Odenwaldplatten oder Deckenplatten genannt und sind zwischen 15 bis 30 Millimeter dick. Sie dienen zum Schall- sowie Brandschutz und werden nicht für die Wärmedämmung eingesetzt. Sehr selten kann Asbest auch in Mineralwolle-Dämmplatten für die Wärmedämmung an Außenfassaden, Decken und Innenwänden gefunden werden. Die losen Rollenbahnen aus Mineralwolle, die zumeist auf Dachböden das Dach abdämmen sollen, enthalten kein Asbest. Die Gefahr, dass die alte Mineralwolle krebserzeugende WHO-Fasern enthält, ist ungleich höher.

Wie erkenne ich, ob Dämmplatten WHO-Fasern oder Asbest enthalten?

Mit bloßem Auge lässt sich in keinem Fall erkennen, ob das Material Asbest enthält. Lose oder gepresste Mineralwolle als solche ist zweifelsfrei zu erkennen, allerdings kann hier optisch nicht unterschieden werden, ob es sich um 'Alte' (gefährliche) Mineralwolle handelt oder um 'Neue', und damit unbedenkliche.

Frau Dr. Benner bei der Untersuchung von Asbestproben am Rasterelektronenmikroskop

 

Frau Dr. Benner bei der Untersuchung von Asbestproben am Rasterelektronenmikroskop

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Kosten für den Asbest-Test von Dämmplatten

 

Untersuchung als Materialprobe gem. Richtlinie VDI 3866, Bl. 5 für 62,00 € netto (73,78 € brutto)

Identifizierung von Asbest in über rasterelektronenmikrokopische Aufnahmen und energiedispersive Elementspektren

Test von Asbest in Dämmplatten Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme von Chrysotil - Asbest

 

Test von Asbest in Dämmplatten
Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme von Chrysotil - Asbest

Test von Asbest in Dämmplatten Energiedispersives Elementspektrum von Chrysotil - Asbest

 

Test von Asbest in Dämmplatten
Energiedispersives Elementspektrum von Chrysotil - Asbest

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