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Untersuchung von Dachpappe und Dachpappenabfällen auf Asbest / KMF

Die Asbest-/KMF-Analyse erfolgt nach akkreditierten Verfahren im eigenen Labor, die Untersuchung auf Phenolindex, PAK nach EPA in Zusammenarbeit mit Partnerlaboren

Laut SBB (Sonderabfallgesellschaft Brandenburg Berlin mbH) gab es

  • „in der jüngeren Vergangenheit eine Reihe von Hinweisen, dass auch teerhaltige Dachpappenabfälle zur Entsorgung anstehen, die zusätzlich mit karzinogenen Fasern belastet sind. Mehrheitlich wird von Asbestfasern berichtet, aber auch künstliche Mineralfasern (alter Bauart) können als Schadstoff vorhanden sein."

Die SBB fordert,

  • „für jede einer Aufbereitungsanlage angelieferte Charge Dachpappenabfälle einen Nachweis der Faserfreiheit erbringen zu lassen. Die geeignete Prüfmethode (auf Grund der Nachweisgrenze) ist die Methode des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung - Arbeitsmappe Messung von Gefahrstoffen, Kennzahl 7487 (die sogenannte „BIA-Methode")."

Tatsächlich können Dachpappen hohe Asbest- und/oder Mineralfaser-Konzentrationen, z.T. im 2-stelligen Masse-% Bereich, aufweisen.

Diese hoch belasteten Materialien einem empfindlichen, quantitativen Untersuchungsverfahren für geringe Asbestfaserkonzentrationen (‚BIA 7487‘) zuzuführen, verbietet sich aus Gründen des Arbeitsschutzes bei der Probenaufbereitung im Labor sowie der nicht mehr gegebenen Auswertbarkeit viel zu hoch belegter Filter-Präparate eines solchen Materials am Rasterelektronenmikroskop.

Aus diesen Gründen untersucht die CRB Analyse Service GmbH Dachpappe und Dachpappenabfälle wie folgt:

  • Voruntersuchung des Materials nach Heißveraschung bei 450° als Streupräparat gemäß Richtlinie VDI 3866, Blatt 5:2017-06 mit einer Nachweisempfindlichkeit von 0,1 Masse-% Asbest/KMF (s. Anmerkung*).

  • Nur bei negativem Befund erfolgt eine Nachuntersuchung gemäß BIA-Verfahren 7487 mit einer Nachweisempfindlichkeit von 0,008 Masse-% Asbest/KMF  (s. Anmerkung*).

*Anzumerken ist, dass sowohl bei einer Untersuchung nach VDI 3866 als auch nach BIA 7487 Asbest / KMF durch das Heißveraschen um den Faktor 10-30 in der Asche angereichert werden und somit in jedem Falle detektiert werden können.

Weitere Informationen zur Entsorgung von asbesthaltiger Dachpappe und Dachpappenabfällen finden Sie in diesem Merkblatt der Sonderabfallgesellschaft Brandenburg Berlin:

Asbest in Dachpappenabfaellen_Merkblatt.pdf